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OEPI - Solution and Services Engineering for Measuring, Monitoring, and Management of Organizations' Environmental Performance Indicators

Ziel von OEPI war eine organisationsübergreifende Plattform mit Funktionen für Geschäftskunden, mit denen sie Umweltkennzahlen entlang der Lieferkette austauschen und in ihre Geschäftsprozesse integrieren können. 

Dazu entwickelte OEPI ein flexibles Webportal als Prototyp für die Anwendungen „Design for Environment“, „Sustainable Procurement“ und „Organizational Reporting“. Im Portal können die Nutzer ohne tiefes Sustainability-Know-how produkt- oder organisationsbezogene Umweltkennzahlen speichern, berechnen, Geschäftspartnern verfügbar machen oder von ihnen abfragen. Für Kennzahlen, die nicht aus eigenen Berechnungen oder von Partnern verfügbar sind, ermöglicht das Portal die Nutzung zusätzlicher Datenquellen, um deren Daten für Berechnungen zu verwenden, zu vergleichen oder Benchmarks auf Basis solcher Kennzahlen zu erstellen. Mögliche Datenquellen sind z. B. etablierte Umwelt-Datenbanken (im Prototyp: ELCD), importierte Resultate aus Tools für Lifecycle Assessments (z. B. SimaPro) und Unternehmensanwendungen für Sustainability Management (im Prototyp: SAP SuPM).

Technisch wurde für die Einbindung externer Datenquellen ein „semantischer Ansatz“ im Projekt entwickelt und in einer konkreten Ausprägung implementiert. „Semantisch“ bedeutet hier, dass die Repräsentation der Umweltkennzahlen und ihres relevanten Kontexts auf der im Projekt erstellten OEPI-Ontologie (RDF/OWL) beruht und Semantic-Web-Technologien genutzt werden (Prototyp: Jena 2 Framework, Jena TDB als Datenspeicher, SPARQL als Abfragesprache, Joseki Server für SPARQL-Endpoints). Dieser Ansatz ermöglicht eine softwarebasierte Beschreibung und Verarbeitung der Bedeutung von Umweltkennzahlen aus unterschiedlichen Gebieten der Domäne „Sustainability“, was über eine Konvertierung von Formaten deutlich hinausgeht. Dies ist speziell im Bereich Umweltdaten notwendig, da viele der verfügbaren Datenquellen mit sehr unterschiedlichen Kontexten arbeiten und eine reine  Konvertierung unzureichend ist.

C-LAB war in OEPI maßgeblich an Anforderungsanalyse und Entwicklung der Ontologie für Umweltkennzahlen beteiligt sowie an Konzeption und protoypischer Umsetzung des semantischen Ansatzes zur Nutzung der externen Daten.

Verwertungsmöglichkeiten für Projektergebnisse und erworbene Kompetenzen sind z. B.:

  • OEPI-Portal als Dienstleistung für eine Business User Community im Kontext von Sustainability
  • OEPI-inspirierte Zusatzleistungen im Umfeld des Einsatzes von Nachhaltigkeits-Lösungen bei Atos selbst und bei Atos-Kunden
  • Synergien aus OEPI-Kontakten zu Firmen, die Produkte und Dienstleistungen im Bereich LCA bieten
  • Wissens- und Konzept-Transfer in den Bereichen Umwelt/Nachhaltigkeit und Ontologien/Semantic Web

Projektförderer: EU (FP7 ICT)
Projektlaufzeit: 02/2010 - 07/2012
Beteiligte Partner: Atos IT Solutions and Services GmbH (C-LAB) (D), Siemens AG (D), SAP AG (CH), KONE (FIN), Ericsson (E), VTT (FIN), Universität Oldenburg (D), Universität Magdeburg (D), Universität St. Gallen (CH) 
Kontakt: Elke Löschner
Projekt-Homepage: http://www.oepi-project.eu/