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Workshop: Integration von Software
Engineering und Usability Engineering
Software Engineering und
Usability Engineering sind zwei Disziplinen mit jeweils
unterschiedlichen Schwerpunkten bei der Entwicklung von
Software. Während das Software Engineering auf die
zielorientierte Bereitstellung
und systematische Verwendung von Prinzipien, Methoden und Werkzeugen
für die ingenieurmäßige und kosteneffiziente Entwicklung von qualitativ
hochwertigen Softwaresystemen fokussiert, steht beim Usability
Engineering der Nutzer mit seinen Zielen, Aufgaben und Bedürfnissen im
Mittelpunkt der
Betrachtung. Das Usability Engineering zielt auf die
Gebrauchstauglichkeit (Usability) des zu erstellenden Produktes, eine
Qualitätseigenschaft, die in der
Softwareentwicklung zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Um diese Qualität zu erzielen,
bedarf es entsprechender Maßnahmen und Vorgehensweisen beider am
Entwicklungsprozess beteiligten Disziplinen.
Die Theorie liefert dafür bereits
einige Grundlagen. In der Praxis erweist sich die Umsetzung jedoch
nicht selten als Herausforderung. Oft ist eine Schwierigkeit, die
Methoden, Aktivitäten und Artefakte des Usability Engineering in
die bestehenden Strukturen einer Organisation einfließen zu lassen,
welche bereits über ein etabliertes Vorgehensmodell verfügt und in dem
die entsprechende
Prozesse fest verankert sind. Alleinstehende, oft punktuell
durchgeführte oder parallel zum Prozess existierende Aktivitäten, wie
sie in der Praxis häufiger
auftreten, haben meist nur einen geringen Einfluss auf die Usability
des zu erstellenden Produktes. Nicht selten gehen diese Aktivitäten im
Geschehen des
Entwicklungsprozesses unter. Die in der Praxis angewandten Aktivitäten,
Prozesse und Vorgehensmodelle in der Regel jene, die vom Software
Engineering
vorgegeben werden. Das Software Engineering ist — nach wie vor — der
Treiber in derEntwicklung, auch wenn dem Usability Engineering eine
zunehmende
Bedeutung beigemessen wird.
Um die beiden Disziplinen
Software Engineering und Usability Engineering einander näher zu
bringen ist es notwendig nach entsprechenden Schnittstellen und
Anknüpfungsbereichen zu suchen, die den entwickelnden
Organisationen die positiven Aspekte des Usability Engineering
aufzeigen und gleichzeitig die dahinter stehenden Aktivitäten und
Artefakte reibungslos und
insbesondere kostenneffizient in den Prozess der Entwicklung einfließen
lassen. Das Ziel ist, Usability Engineering mit dem systematischen und
planbaren Vorgehen des
Software Engineering zu vereinen.
Eine Möglichkeit ist, Usability
Engineering Aktivitäten als integralen Bestandteil in Software
Engineering Modellen zu verankern. So wäre nicht nur der Integration
(und damit Schritt zur systematischen Entwicklung gebrauchstauglicher
Produkte) Genüge getan, sondern gleichermaßen die Position des
Usability Engineering in der Organisation gestärkt. Viele der Argumente
bezüglich
Mehraufwand, Schwierigkeiten aufgrund des unterschiedlichen Vorgehens,
etc. könnten möglicherweise wegfallen. Um dies zu erreichen, ist es
notwendig die Organisation und
das Management für Usability Engineering zu sensibilisieren. In der
Praxis erweist sich dies als umso schwieriger, je größer und komplexer
die Strukturen und
Prozesse der entwickelnden Organisation sind. Vorgaben und Prozesstreue
erscheinenoftmals als ein Hindernis, die Aktivitäten und Methoden des
Usability
Engineering in den Prozess einzubringen.
Um dieser Herausforderung
nachzugehen und nach entsprechenden Anknüpfungsbereichen zwischen
beiden Disziplinen zu suchen, ist eine Betrachtung auf
unterschiedlichen Abstraktionsebenen nötig:
- Auf der abstrakten, übergeordneten Ebene von
Standards, als Rahmen zur Sicherstellung und Wahrung von Konsistenz und
Qualität, innerhalb und über die Grenzen einer Organisation hinweg,
- auf Ebene von Modellen, also in der Definition des
Vorgehens, welche als Vorlage für die Durchführung dient
- und auf der operativen Ebene (dem Prozess), also der
praktischen Durchführung von Aktivitäten und der Verarbeitung von
Ergebnissen innerhalb der Organisation
Ziel
Ziel des Workshops ist, sowohl die Erarbeitung und
Formalisierung von Integrationskonzepten, als auch die Zusammenführung
von Methoden beider Disziplinen voran zu treiben. Ausgewählte
Einreichungen sollen als Arbeits- und
Diskussionsgrundlage dienen, die sowohl theoretische Ansätze als auch
praktischen Erfahrungen schildern.
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Adressatenkreis
Der Workshop spricht Wissenschaftler und Praktiker im
Grenzbereich zwischen Software Engineering und Usability Engineering an.
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Regeln und Termine zur Einreichung
Die Beiträge sollten sechs Seiten nicht überschreiten.
Ausgewählte Beiträge werden in einem gemeinsamen Tagungsband der
GI-Reihe 'Lecture Notes in Informatics (LNI)' erscheinen und müssen im
LNI-Format erstellt
werden. Die Formatvorlagen können Sie auch unter http://www.gi-ev.de/service/publikationen/lni/
herunterladen.
Die Einreichung der Beiträge zum Workshop erfolgen
ausschließlich über die Konferenzverwaltung http://www.informatik2009.de/einreichung.html.
Für die Teilnahme am Workshop ist eine Anmeldung zur
INFORMATIK 2009 erforderlich (ggf. nur für einen Tag). Weitere
Informationen zur INFORMATIK 2009 befinden sich auf der Homepage
der Tagung.
Workshopdauer: 1 Tag
Ablauf: Kurzvorträge (max. 50% der Zeit) im Rahmen eines
Symposiums mit anschließender Diskussion und ggf. Spezialisierung des
Themas in verschiedenen Arbeitsgruppen.
| 26.04.2009 |
Einreichung von Workshop-Beiträgen |
| 25.05.2009 |
Mitteilung über Annahme/Ablehnung von
Workshop-Beiträgen |
| 01.07.2009 |
Abgabe der fertigen Druckvorlagen für den
Tagungsband |
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-/-
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Workshop auf der Informatik 2009 |
Seitenanfang
Workshop-Leitung
- Karsten Nebe, Universität Paderborn, C-LAB
- Sandro Leuchter, Fraunhofer-Institut für
Informations- und Datenverarbeitung (IITB), Karlsruhe
- Friedrich Strauß, Capgemini sd&m AG
Programmkommittee
- Andreas M. Heinecke, FH Gelsenkirchen (Vorsitzender
des PKs)
- Karsten Nebe, Universität Paderborn, C-LAB (stellv.
Vorsitzender des PKs)
- Astrid Beck, HS Esslingen
- Markus Dahm, FH Düsseldorf
- Kai-Christoph Hamborg, Universität Osnabrück
- Rainer Heers, Visteon Deutschland GmbH
- Andrea Hermann, Universität Kaiserslautern
- Sandro Leuchter, Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung (IITB), Karlsruhe
- Barbara Paech, Universität Heidelberg
- Friedrich Strauß, Capgemini sd&m AG
Historie
Dieser Workshop stellt die Fortführung des im März 2008,
durchgeführten , Workshops "Integration von Usability-Engineering und
Software-Engineering" in Esslingen, dar, der von den GI-Fachgruppen
Software-Ergonomie (FB Mensch-Computer-Interaktion)
und Requirements-Engineering (FB Softwaretechnik) veranstaltet
wurde.
Eine Kooperation mit der Fachgruppe Requirements-Engineering (FB
Software-Technik) ist geplant bzw. derzeit noch in Abstimmung.
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Kontakt
Karsten Nebe
Universität Paderborn, C-LAB
33102 Paderborn
karsten.nebe “ät“ c-lab.de
www.c-lab.de/usability
Sandro Leuchter
Fraunhofer-Institut für Informations- und Datenverarbeitung (IITB),
Karlsruhe
sandro.leuchter “ät“ iitb.fraunhofer.de
Friedrich Strauß
Capgemini sd&m AG
friedrich.strauss „ät“ capgemini-sdm.com

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