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Organic Computing

Beim Organic Computing bzw. Autonomic Computing versucht man, Prinzipien biologischer Prozesse sinngemäß auf informationstechnische Systeme zu übertragen. Man erhält damit selbstorganisierende Systeme, die sich durch so genannte „Self-x-Eigenschaften“ wie Selbstverbesserung, Selbstheilung, Selbstverwaltung oder Selbstschutz an die Bedürfnisse ihrer jeweiligen Umgebung dynamisch anpassen. Kennzeichnend für solche Systeme ist, dass sie ihre Umgebung zur Laufzeit beobachten und analysieren, um daraus abzuleiten, wie sie sich an ihre Umwelt anpassen müssen.

Die Vorteile solcher selbstorganisierenden Systeme sind offensichtlich. Sie sind flexibel und robust gegenüber (Teil-)ausfällen und in der Lage sich selbst zu optimieren und an die Anwenderbedürfnisse anzupassen. Da nicht jede Einsatzvariante explizit programmiert werden muss, sinkt der Entwicklungsaufwand. Aufgrund der oben erwähnten „Self-x-Eigenschaften“ sinkt ebenfalls der Wartungs- und Reparaturaufwand beträchtlich.

Allerdings können lernende technische Systeme analog zu biologischen Systemen auch Fehler machen, was besonders in sicherheitskritischen Bereichen ein Nachteil sein kann.

Das C-LAB beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit den Prinzipien des Organic Computing insbesondere im Bereich der eingebetteten Systeme. Unser Schwerpunkt liegt dabei auf folgenden Themengebieten:

Was Organic Computing in der Praxis heißt, kann man am besten an unseren Paderkickern, der Paderborner Roboterfußballmannschaft oder an MEXI, dem Roboterkopf mit Gefühlen sehen.
Aber auch in der Wirtschaft finden sich die Prinzipien des Organic Computing bereits in der Anwendung. So bietet bereits heute Siemens eine Lösung zur Erhöhung der Sicherheit und Verfügbarkeit von Client-Server Systemen (Auto Immune Systems) an.

C-LAB unterstützt Projekte wie "Auto Immune Systems" insbesondere durch technische und wirtschaftliche Machbarkeitstudien, System-Design und Implementierung von Demonstratoren.

Der Einsatz des Organic Computing Paradigmas ist jedoch nicht auf eingebettete Systeme oder verteilte Netzwerke beschränkt. Auch verteilte Produktionsabläufe, Verwaltungsabläufe oder organisatorische Abläufe in Firmen lassen sich mit Hilfe von Selbstorganisationsprinzipien bezüglich Kosten und Effizienz optimieren.

Forschungsprojekte

 SFB 376
 SFB 614

   

Druckansicht © Siemens und Universität Paderborn